Über mich

Aron Morhoff, unabhängiger Videojournalist und Podcaster

ARON
MORHOFF

Über mich

Der Versuch eines Steckbriefs

Aron Morhoff, unabhängiger Videojournalist, wurde in Fellbach geboren und wuchs in Waiblingen auf – zwischen Weinbergen und Kehrwochen im Stuttgarter Umland. Ein echter Schwabe – allerdings keiner, den das klassische „schaffe, schaffe, Häusle baue“ jemals besonders überzeugt hat.

Während die Klassenkameraden bei „Daimler, Porsche oder Bosch“ landen wollten, zog es mich nach Schottland. Die Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen wurde zu einer der prägendsten Erfahrungen meines Lebens.

Gleichzeitig begann meine eigentliche Reise: weniger durch Länder als durch Ideen. Bücher (Haben oder Sein), Filme (Into the Wild) und Begegnungen weckten meine Neugier auf Philosophie, Gesellschaft und die Frage: Bilden Medien die Wirklichkeit ab? Oder erzeugen sie sie?

Mein Studium der Kultur- und Medienpädagogik sowie der Medienethik gab mir das Handwerkszeug. Praktika bei Backspin (Hip-Hop war lange Teil meines Lebens), FluxFM (Woke-Radio aus Berlin-Kreuzberg) und dem Bayerischen Rundfunk (Zündfunk, Bayern2) zeigten mir den Journalismus aus unterschiedlichen Perspektiven.

Was mein Studium vor allem offenbarte: Dieses Bildungssystem und diese Medien sind am Ende. Die Berichterstattung über Chemnitz 2018 wurde für mich zum Wendepunkt. Ich widmete ihr meine Masterarbeit – und fasste einen Entschluss: Freie Medien sind kein Luxus, sondern ein notwendiges Korrektiv.

Deshalb entschied ich mich bewusst gegen eine klassische Medienkarriere und für unabhängigen Videojournalismus. Nach ersten Stationen bei alternativen Medienprojekten entstand 2023 schließlich meine eigene Show Addictive Programming – aus dem Wunsch heraus, freie Medien neu zu denken: Jung, unterhaltsam, unbequem.

Heute produziere ich Livestreams für Menschen, die vom Altherren-Weltbildbestätigungsjournalismus der Alternativmedien zunehmen abgestoßen wurden.

Als mein YouTube-Kanal 2026 ohne nachvollziehbare Begründung gelöscht wurde, war das ein harter Einschnitt. Gleichzeitig zeigte sich, wie stark diese Community inzwischen geworden war. Der Wechsel zu Patreon war kein Rückzug, sondern ein Neuanfang.

Ein zentrales Thema meiner Sendungen ist die Frage, wie wir in Zeiten von Entwurzelung und Entfremdung die Verbindung zu uns selbst und zur Welt bewahren. Einen wichtigen Zugang dazu fand ich in der therapeutischen Kraft von Pflanzenmedizin.

Ich bin überzeugt, dass psychoaktive Substanzen – verantwortungsvoll eingesetzt – das Potenzial haben, uns Erdung, Rückverbindung und Versöhnung zu schenken. Deshalb widme ich diesem Thema seit Beginn meines Kanals regelmäßig Sendungen mit erfahrenen Gästen.

Was immer da ist, ist das integrale Denken: Keine Sache ist so gut, dass sie in ihrer extremsten Form nicht scheiße ist. Und nichts so schlecht, dass man nicht auch gute Aspekte darin finden könnte.

Ich bin dankbar, auf diesem Weg viele Menschen gefunden haben, die sich in meiner Arbeit wiedererkennen, diese rezipieren und unterstützen. Danke!

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